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![]() | Sonnenverhalten und Krankheitswahrnehmung unter Melanom-Patienten |
Es ist heute allgemein bekannt: Das Melanom ist einer der aggressivsten Tumore der Haut, und der Hauptrisikofaktor für seine Entstehung ist UV-Strahlung. Doch wie gehen Melanompatienten mit diesem Wissen um. Für sie ist Sonnenschutz ganz besonders wichtig. Für Patienten, bei denen einmal ein Melanom diagnostiziert worden ist, besteht eine 500-mal größere Wahrscheinlichkeit ein weiteres Melanom zu entwickeln als für die allgemeine Bevölkerung. Eine kroatische Studie hat deshalb Melanompatienten zu ihrem Sonnenverhalten, ihrer Einstellung gegenüber Sonnenschutz und der Wahrnehmung der Erkrankung befragt. Die Forscher verglichen diese Ergebnisse mit denen von Patienten mit anderen dermatologischen Erkrankungen.
Insgesamt wurden 240 Personen in die Studie eingeschlossen: 120 Melanompatienten und 120 Kontrollpersonen. Die Teilnehmer erhielten jeweils zwei Fragebögen zum Sonnenverhalten und zur Krankheitswahrnehmung. Ergebnis: 57 Prozent der Melanompatienten hatten eine negative Einstellung zum Sonnenbaden. Sie gaben an, nur während des Schwimmens Zeit in der Sonne zu verbringen und ansonsten Schatten aufzusuchen. Die Teilnehmer der Kontrollgruppe hatten eine positivere Haltung gegenüber dem Sonnenbaden. Doch zwei Dinge gelten für beide Gruppen, die Melanom- wie die Kontrollgruppe: Sonnenschutzmittel werden nur während eines sehr kurzen Zeitraums im Jahr genutzt, und nur Wenige verwenden einen angemessen hohen Lichtschutzfaktor (LSF; SFP). Die Teilnehmer der Kontrollgruppe nahmen Melanome als ernsthaftere Erkrankung war als die Patienten selbst, die oftmals glaubten, Melanome hätten milde Symptome, wären leicht zu heilen und zu kontrollieren und hätten nur moderate Folgen. Das allerdings gilt bekanntlich nur bei einer sehr frühen Diagnose.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Sun behaviour patterns and perception of illness among melanoma patients”, M. Živkovic, M. Šitum et al., Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2011, 25: no. doi: 10.1111/j.1468-3083.2011.04154.x
![]() | Solariumsbräune schützt nicht vor UV-Schäden beim Sonnenbad! |
Viele Menschen gehen ins Solarium, um ihre Haut auf die Sonne vorzubereiten und diese vor Schäden beim späteren Sonnenbaden im Freien zu bewahren.
Doch schützt Solarienbräune tatsächlich vor Sonnenschäden?
Nein, sagen Forscher nach einer aktuellen Studie: Vorbräunen im Solarium schützt die Haut nicht vor DNA-Schäden. Und aus diesen Erbgutveränderungen in den Hautzellen könnte einmal Hautkrebs entstehen.
In der Studie wurden kleine Bereiche der Haut von sieben Freiwilligen mit UVA- oder UVB-Licht bestrahlt. Die Strahlenmenge blieb dabei knapp unterhalb der Schwelle, die einen Sonnenbrand ausgelöst hätte (suberythemale Dosis). Die beiden Spektren wurden separat verabreicht, da sie unterschiedliche Genexpressionsprofile für die Biosynthese von Proteinen aus den genetischen Informationen besitzen. Zudem emittieren Solarien überwiegend UVA-Strahlung. Beide Strahlungstypen riefen die gleiche Bräunungstiefe hervor. Während UVB-Strahlung Melaningehalt und Melanozytendichte, also die Menge der Pigment produzierenden Zellen, erhöhte, hatte das UVA-Licht keinen Effekt auf diese Parameter. Die durch UVA-Strahlen ausgelöste Pigmentierung erhöhte sich durch Photo-Oxidation von Melanin und dessen Vorstufen, die zuvor bereits synthetisiert worden waren.
Anschließend wurden sowohl die vorher der UVB- als auch die der UVA-Strahlung ausgesetzten Hautpartien mit der doppelten minimalen Sonnenbrand-Dosis bestrahlt. Das Licht bestand dabei aus UVA- und UVB-Strahlen in einem Verhältnis, ähnlich dem des natürlichen Sonnenlichts. Im Anschluss untersuchten die Forscher die bestrahlte Haut auf Marker für DNA-Schäden (Cyclobutan-Pyrimidin- Dimere; CPD).
Ergebnis: Alle bestrahlten Hautstellen wiesen DNA-Schäden auf, doch die mit UVB vorbehandelten Areale enthielten weniger CPD als die mit UVA vorbestrahlten Hautstellen. Mit UVA-Strahlung vorbehandelte Hautpartien hatten gleich viele Schäden wie Hautstellen ganz ohne UV-Vorbehandlung. Den Ergebnissen dieser Studie zufolge bieten also Solarien, die stets in erster Linie im UVA-Bereich emittieren, keinen Schutz vor UV- und nachträglichen DNA-Schäden. Sich stattdessen mit UVB-Strahlen vorzubereiten, ist ebenfalls keine gute Idee. Zwar bietet UVB-Vorbestrahlung einen gewissen Schutz vor nachträglichen UV-Schäden, doch der Preis dafür sind UV-Schäden (messbar als CPD), die UVB bereits während der Vorbestrahlung produzieren würde.
Quelle:Redaktion Hautstadt;
"Do Tans Protect Against Sun Damage? The tanning bed-induced "base tan" does not protect against DNA injury", Craig A. Elmets, MD, Journal Watch Dermatology, 7. Jan. 2011
![]() | Solarienverbot für Jugendliche - Bundesumweltministerium: |
Seit dem 1. März können Verstöße gegen das Solarienverbot für Minderjährige mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt werden. Darauf wies das Bundesumweltministerium in Berlin hin, und mahnte die Betreiber zur Einhaltung der Vorschriften. Zum Schutz junger Menschen vor den gefährlichen Folgen der UV-Strahlung war das Nutzungsverbot von Solarien für Jugendliche bereits am 4. August 2009 in Kraft getreten. Seit Anfang März 2010 wird die Missachtung nun als Ordnungswidrigkeit geahndet.
Die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs steigt stetig weiter an, und das Hautkrebsrisiko erhöht sich, je früher ein Mensch UV-Strahlung ausgesetzt wird. Die Strahlenschützer der Regierung sehen daher besonderen Handlungsbedarf. Bislang wurde das Verbot keineswegs überall beachtet, vermutet das Bundesumweltministerium nach entsprechenden Hinweisen. Auch europaweite Stichproben der EU-Kommission, die im Februar vorgestellt wurden, zeigen das gleiche Ergebnis. Ebenfalls die Verbraucherinformation ist danach noch vielfach mangelhaft, und häufig wird immer noch mit zu hohen Bestrahlungsstärken in Solarien gearbeitet.
Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit außerdem an einem besseren Schutz vor UV-Risiken für Erwachsene. Auch ihnen drohen akute und chronische Erkrankungen der Haut und der Augen, wenn sie sich neben natürlicher UV-Strahlung durch die Sonne zusätzlich künstlicher UV-Strahlung in einem Solarium aussetzen. Die Deutsche Krebshilfe berichtet von einer drastischen Zunahme der Neuerkrankungen an Hautkrebs in den letzten Jahren. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird im Bundesumweltministerium derzeit eine Rechtsverordnung vorbereitet, die noch 2010 in Kraft treten soll und die strenge Qualitätsanforderungen an die Betreiber von Solarien stellen wird.
Quelle:
Redaktion hautstadt; "Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG)" vom 29.07.2009; Weitere Infos: www.bmu.de, www.bfs.de
![]() | Erhöhtes Melanomrisiko durch Solarien! |
Das durch Bräunen in Solarien verursachte Hautkrebsrisiko wird möglicherweise unterschätzt. Bislang hatte es nur vage Hinweise auf ein erhöhtes Risiko auf Melanome, also den bösartigen, schwarzen Hautkrebs, durch UV-Strahlen aus Sonnenbänken gegeben. Eine aktuelle Studie US-amerikanischer Forscher hat diesen Zusammenhang nun genauer untersucht. Die Wissenschaftler der Universitäten von Minnesota (Minneapolis, USA) und von New Mexico (Albuquerque, USA) und weitere Kollegen fanden dabei deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Solarien.
Die Untersuchung bezog fast 1.200 Fälle von Melanomen in die Untersuchung ein. Zum Vergleich wurden auch 1.100 gesunde Personen untersucht. Mit Hilfe von Fragebögen und telefonischen Interviews sammelten die Forscher Daten zur individuellen Nutzung von Solarien. Hatten die Befragten jemals ein Sonnenstudio genutzt? Welche Gerätetypen wurden dort verwendet? In welchem Alter fand der erste Solarienbesuch statt? Für welchen Zeitraum wurden Solarien genutzt, wie häufig (Frequenz), wie lange (Dauer), und gab es durch die Innenbräunung ausgelöste Sonnenbrände? Darüber hinaus wurden weitere Risikofaktoren für Hautkrebs wie die Zeit, die in der Sonne verbracht wurde, eine helle Hautfarbe oder das Vorhandensein von Muttermalen in die Auswertung mit einbezogen.
Ergebnis: Die Melanompatienten waren deutlich häufiger im Sonnenstudio gewesen als die gesunden Kontrollpersonen. Die statistische Auswertung ergab ein um 75 Prozent erhöhtes Melanom-Risiko für die Nutzer von Solarien. Das Risiko, einen schwarzen Hautkrebs zu entwickeln stieg außerdem erheblich mit der Häufigkeit der Nutzung. Wer in seinem Leben mehr als 50 Stunden unter künstlichen Bräunungslampen verbraucht hatte, hatte ein 2,5-fach erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Wer mehr als 100 Stunden auf der Sonnenbank war, dessen Melanomrisiko, stieg um das 3-fache. Gleiches gilt für die zehnjährige Nutzung von Solarien.
Es gilt also nach wie vor die Empfehlung, möglichst nicht ins Solarium zu gehen. Vor allem Kinder und Jugendliche, bzw. deren aufmerksame Eltern sollten dies berücksichtigen, da gerade in der Jugend der häufige Besuch des Solariums im späteren Leben zu sichtbaren Hautveränderungen führen kann.
Quelle:
Redaktion hautstadt
![]() | Sonnenschirme schützen vor UV-Strahlung!? |
Im Schatten, und damit auch unter einem Sonnenschirm, ist man vor UV-Strahlen geschützt, so die landläufige Meinung. Doch das stimmt nur mit Einschränkungen. Wissenschaftler der Universität von Valencia (Spanien) haben den Schatten unter einem Sonnenschirm einmal genauer untersucht. Zunächst einmal variiert die Schutzwirkung von Sonnenschirmen natürlich mit der Qualität ihrer Oberfläche, das heißt mit ihrer Effizienz, direkte UV-Strahlung wirksam abzufangen. Doch selbst bei Sonnenschirmen mit hohem UV-Schutzfaktor (UPF, "Ultraviolet Protection Factor") von 50+ ist kein vollständiger Schutz der Haut gegeben. Es bleibt ein weiterer Faktor, der einen nicht unerheblichen Anteil an UV-Strahlung auf die Haut treffen lässt: Die diffuse UV-Strahlung, die seitlich einfällt und durch Reflektion sowie durch Streuung entsteht.
Gute Sonnenschirme sind heute in der Lage, die direkte UV-Einstrahlung der Sonne fast vollständig abzufangen. Aber auch sie halten nur einen Teil der diffusen Strahlung auf. Um herauszufinden wieviel dieser Strahlung den Schirm passiert, platzierten die Forscher einen Sensor am Boden unter einem hochwertigen Sonnenschirm, nahe dem Zentrum. Dort maßen sie die UV-Strahlung und den Anteil der diffusen Strahlung. Und der ist nicht unbeträchtlich: Rund 34 % der seitlich einfallenden Strahlung wurden nicht durch den Schirm abgefangen. Der verwendete Sonnenschirm hatte einen Durchmesser von 1,60 Meter und war einen Meter hoch. Fazit: Schatten kann trügerisch sein. Auch unter einem Sonneschirm, ist man nicht vollständig vor der Sonne geschützt.
Quelle:
Redaktion hautstadt; "Ultraviolet Radiation Protection by a Beach Umbrella" M.P. Utrillas, J.A. Martínez-Lozano und M. Nuñez, (2010), Photochemistry and Photobiology 2010, 86: 449-456. doi: 10.1111/j.1751-1097.2009.00677.x
![]() | Brutzeln trotz Gefahr!? |
Allen Warnungen vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung zum Trotz: Die Deutschen lieben ihre Sommerbräune - nach wie vor! Noch immer legt jeder Zweite (49,6 Prozent) Wert darauf, braun zu werden. Doch damit nicht genug. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des "Senioren Ratgebers" ergab: Jeder Siebte (14,5 Prozent) bräunt seinen Körper sogar im Solarium vor, um beim ersten Freibad- oder Strandbesuch schon den richtigen Teint präsentieren zu können.
Nur ein Drittel der befragten Männer und Frauen (34,4 Prozent) meidet das Sonnenbaden so gut es geht, weil sie Angst vor Hautkrebs haben. Erst im Alter werden mehr Bundesbürger dann offenbar vernünftiger. So versichern sechs von zehn der Ab-50-Jährigen (62,5 Prozent), sie legten keinen Wert auf Sommerbräune. Rund die Hälfte der Befragten in dieser Altersgruppe meidet zudem aus Angst vor Hautkrebs bewusst die Sonne (49,3 Prozent).
Und wie steht es mit dem Einsatz von Sonnenschutzmitteln? Eine Umfrage im Auftrag der Techniker-Krankenkasse ergab, dass selbst am Strand nur jeder Zweite an ausreichendes Eincremen denkt. Und auch dieser Personenkreis vergisst häufig sich in anderen Situationen einzucremen, wie etwa in der Freizeit beim Wandern oder Radfahren. Ein Drittel der 1.020 von Forsa befragten Personen verzichtet ab und zu sogar ganz auf die Sonnencreme. Unter den 18- bis 25-Jährigen verwenden sogar ganze 23 Prozent der Befragten grundsätzlich keine Sonnenschutzmittel. Und so sind Sonnenbrände immer noch häufig: Jeder Vierte bekommt sogar öfters mal einen Sonnenbrand.
Ein Sonnencreme-Test des Frankfurter Verbrauchermagazins Öko-Test ergab, dass es um die Sicherheit und Verträglichkeit von Sonnenschutzmitteln recht gut bestellt ist. Mehr als die Hälfte der Sonnencremes erhielte gute bis sehr gute Noten. Kritik übten die Verbraucherschützer lediglich am Einsatz einiger UV-Filter, für die es Hinweise gebe, sie wirkten wie ein Hormon. Das ist insbesondere nichts für Kinder und Schwangere, die eher zu mineralischen Filtersubstanzen greifen sollten. Für alle gilt: Regelmäßiges nachcremen nicht vergessen!
Quelle:
Redaktion hautstadt; Repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Senioren Ratgeber", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.982 Frauen und Männern ab 14 Jahren
![]() | Welchen LSF erreichen Sonnenanbeter nach dem Eincremen wirklich? |
Sonnenschutzmittel gehören für viele heute zum vernünftigen Umgang mit der Sonne selbstverständlich dazu. Und das ist gut so. Allerdings besteht bei den Anwendern eine nicht unerhebliche Unsicherheit darüber, wie stark der UV-Schutz nach dem Eincremen tatsächlich ist. Erreicht der Schutz nach dem gewohnten Eincremen faktisch den auf dem Sonnenschutzmittel angegebenen Schutzwert? Oder ist der LSF in der Realität meist deutlich geringer, weil weniger Sonnenschutzmittel aufgetragen wird, als vom Hersteller angenommen? Diesen Fragen ist eine dänische Studie der Klinik für Dermatologie am Bispebjerg Hospital in Kopenhagen nachgegangen.
Der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF, SPF) basiert auf der Verwendung von 2 mg pro cm2 eines Sonnenschutzmittels. Das ist eine ziemlich dicke Schicht. In der Praxis wird von den meisten Sonnenbadern nur etwa ein Viertel davon (0,5 mg / cm2) aufgetragen. Theoretischen Berechnungen zufolge sinkt zudem der Lichtschutzfaktor mit der Verringerung der Sonnencrememenge nicht nur linear, sondern sogar exponentiell. Die Studie hat dies quantitativ in der Praxis untersucht.
Auf dem Rücken von 20 gesunden Probanden wurden fünf Bereiche von 34 cm2 markiert. In einem Bereich wurde die UV-Empfindlichkeit bestimmt. Auf die vier übrigen Bereiche wurde Sonnencreme mit LSF 4 in verschieden Mengen aufgetragen: 0,5, 1, 2 und 4 mg / cm2. Dreißig Minuten nach Anwendung des Sonnenschutzmittels wurden Phototests in jedem Bereich durchgeführt. Der effektive LSF wurde 22 bis 26 Stunden nach der Bestrahlung mit der UV-Dosis berechnet. Grundlage war die UV-Dosis, die benötigt wurde um eine gerade wahrnehmbare Rötung (minimalen Erythem-Dosis MED) auf geschützter und ungeschützter Haut auszulösen. Ergebnis: Der Lichtschutzfaktor nahm mit der Menge an Sonnencreme, die aufgetragen wurde, exponentiell zu. Trägt man also wie es die Mehrheit tut, nur ein Viertel der Sonnencreme auf, die der Hersteller vorsieht, erreicht man auf der Haut nicht mal ein Viertel des angegebenen Lichtschutzfaktors, sondern noch wesentlich weniger. In Zahlen heißt das: Wer z.B. die Hälfte der empfohlenen Menge aufträgt, hat bei einer Creme mit angegebenem Lichtschutzfaktor 50 nicht etwa einen Lichtschutzfaktor von 25, sondern nur einen von etwa 7 (!). Bei gebräuchlichen LSF 15 oder 20 und einer Viertelauftragsmenge ist der Lichtschutz-faktor sogar noch darunter.
Quelle:
Redaktion hautstadt; "The relation between sun protection factor and amount of suncreen applied in vivo", A. Faurschou und H. Wulf, British Journal of Dermatology 2007, 156: 716-719
![]() | Was bleibtvom Lichtschutzfaktor nach dem Schwimmen oder Schwitzen? |
Für viele ist die Anwendung von Sonnenschutzmitteln heute selbstverständlich geworden, zumindest am Strand. Im Sinne der Hautkrebsprophylaxe ist das eine gute Nachricht. Doch Anwender sind oft unsicher, wie nachhaltig der UV-Schutz nach dem Eincremen ist. Wie viel Sonnencreme verbleibt im Verlaufe des Tages auf der Haut? Wie hoch ist der UV-Schutz noch nach dem Schwimmen oder Schwitzen? Diesen Fragen ist eine dänische Studie der Klinik für Dermatologie am Bispebjerg Hospital in Kopenhagen nachgegangen.
Der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF, SPF) basiert auf der Verwendung einer dicken Schicht von 2 mg pro cm2 eines Sonnenschutzmittels. Geht man davon aus, dass von den Sonnenbadern tatsächlich soviel aufgetragen wird, was in der Praxis selten geschieht, - von den meisten wird nur etwa ein Viertel davon (0,5 mg / cm2) aufgetragen - ergibt sich folgendes Bild:
Die Studie untersuchte die Haltbarkeit des Schutzes nach einer einmaligen Anwendung eines Sonnenschutzmittels. Auf dem Rücken von 24 Freiwilligen wurden jeweils sieben Bereiche markiert. In einem Bereich wurde die UV-Empfindlichkeit bestimmt. Die sechs übrigen Felder wurden entweder mit chemisch oder mit physikalisch wirkenden Sonnenschutzmitteln (2 mg/cm2) eingerieben. Anschließend waren die Teilnehmer während 8 Stunden körperlich aktiv, wurden einer heißen Umgebung ausgesetzt und gingen seifenfrei baden. Nach 30 Minuten, 4 und 8 Stunden wurde die Haut UVB-Strahlung ausgesetzt. 24 Stunden nach der Bestrahlung wurden Sonnenbrandschwelle (minimale Erythem-Dosis MED) und Lichtschutzfaktor bestimmt.
Ergebnis: Die LSF von chemisch und physikalisch wirkenden Sonnenschutzmitteln wurde nach 4 Stunden um jeweils 38 bzw. 41 % und nach 8 Stunden um 55 bzw. 58 % reduziert. Wer also viel aufträgt, hat auch nach 8 Stunden Sonne, Schwimmen, Schwitzen und sportlichen Aktivitäten am Strand noch 43 % des anfänglichen LSF - bei LSF 50 am Morgen, abends also noch LSF 20. Die Devise beim Eincremen heißt also: Nicht kleckern, sondern klotzen!
Quelle:
Redaktion hautstadt; "Sun protection factor persistence during a day with physical activity and bathing", M. Bodekær et al., Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine 2008, 24: 296-300, doi: 10.1111/j.1600-0781.2008.00379.x, Ärzte Zeitung, 27.09.2010
![]() | Hautkrebs-Sterberate bei über 65-Jährigen gestiegen! |
Hautkrebs stellt gerade für ältere Menschen eine Gefahr dar. Immer mehr Patienten über 65 Jahren sterben daran.Ihre Haut hat im Laufe des Lebens in aller Regel eine hohe Dosis anUV-Strahlen abbekommen. Die Belastung der Haut mit UV-Licht summiert sich im Verlaufe eines Lebens auf
- die Haut hat sozusagen ein "gutes UV-Gedächtnis".
Ein guter Grund für Ärzte und ältere Patienten in dieser Altersgeneration besonders sorgfältig auf Hautkrebs zu achten. Im Gegensatz dazu werden in der Realität aber bei älteren Menschen die Anzeichen von Hautkrebs seltener untersucht. Und das führt aktuellen Ergebnissen der East of England Cancer Registry zufolge, zu einem Ansteigen der Todesfälle. Bei den über 65-Jährigen hat sich die Sterberate durch Melanome in den letzten 30 Jahren verdreifacht.
In dieser Altersgruppe wird der Krebs meist erst diagnostiziert, wenn er sich bereits ausgebreitet hat. Wie die Daten der Cancer Registry zeigen, werden die klassischen Anzeichen eines gefährlichen Muttermals genauso wie eine Reihe anderer Veränderungen von und bei Menschen über 65 Jahren oftmals übersehen. Werden die Veränderungen des Muttermals offensichtlich, ist der Krebs meist weiter fortgeschritten und bereits viel schwerer zu behandeln.
Die britische Cancer Research UK empfiehlt daher auch älteren Menschen, Veränderungen ihrer Haut genau zu beobachten und gegebenenfalls möglichst frühzeitig zum Arzt zu gehen. Das generelle Bewusstsein der Bevölkerung in dieser Personengruppe sollte verbessert werden, erklärte Jem Rashbass, Direktor der East of England Cancer Registry. Die Daten machten sichtbar, dass
seit 1997 bei deutlich mehr älteren Menschen maligne Melanome festgestellt wurden als bei Personen unter 65 Jahren.
Die Sterberate stieg bei älteren Menschen von 4,0 pro 100.000 im Jahr 1979 auf 11,4 im Jahr 2008. Die Sterbezahlen bei Menschen zwischen 15 und 65 blieben dagegen im gleichen Zeitraum stabil.
Quelle:
Redaktion hautstadt; pte; Cancer Research UK, http://www.cancerresearchuk.org; East of England Cancer Registry, http://www.ecric.org.uk
![]() | Krebshilfe fordert Mindeststandards für Solarien! |
Seit dem vergangenen Jahr können gesetzlich Versicherte über 35 Jahre alle zwei Jahre zum Hautkrebs-Screening gehen. Diese breite Vorsorge-Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs zeige nun erste Wirkung, berichtet die Ärztezeitung. Es zeichne sich ein Trend ab, dass viel mehr dünne Melanome operiert werden, hatte der Dermatologe Professor Markus Böhm von der Universitätsklinik Münster der Nachrichtenagentur dpa berichtet. Diese dünnen Melanome, die kleiner sind als ein Millimeter, sind besonders bösartig und gefährlich, doch sie lassen sich gut behandeln. Die Wahrscheinlichkeit, geheilt zu werden, liege in diesem frühen Stadium bei über 95 Prozent, erläuterte Böhm. Ein sehr guter Grund, am Screening teilzunehmen.
Die Deutsche Krebshilfe hat unterdessen Mindeststandards für Solarien gefordert. Sie sollen nach Ansicht der Experten ebenfalls helfen, Hautkrebserkrankungen zu verringern. Wer vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um bis zu 75 Prozent, warnt die Deutsche Krebshilfe. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist seit dem 4. August 2009 ein Gesetz zum Schutz vor UV-Strahlung in Kraft. Es verbietet Minderjährigen die Nutzung von Solarien. Darüber hinaus erarbeitet das Bundesumweltministerium eine ergänzende Verordnung, die notwendige Qualitätsstandards und Sicherheitskriterien für die Solariennutzung durch Erwachsene benennen soll.
"Um diejenigen zu schützen, die sich nicht von einem Solarienbesuch abhalten lassen, müssen Mindeststandards in die Verordnung aufgenommen werden, die von internationalen Experten erarbeitet wurden", sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und die Strahlenschutzkommission (SSK)
unterstützen diese Forderung nachdrücklich. Gefordert werden beispielsweise Schutzbrillen, geschultes Personal und Notschalter sowie die technische Begrenzung aller Sonnenbänke auf 0,3 Watt pro Quadratmeter.
Die deutsche Bevölkerung ist Europameister bei der künstlichen Besonnung:
Mehr als elf Millionen Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 49 Jahren pro Jahr nutzen ein Solarium – davon 5,2 Millionen regelmäßig, also mindestens einmal im Monat. Das ergab eine aktuelle bevölkerungsbezogene Umfrage ("UV09").
Jährlich erkranken rund 140.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs. Beim so genannten schwarzen Hautkrebs gibt es pro Jahr insgesamt etwa 22.000 Neuerkrankungen.
Quelle: Redaktion hautstadt; Ärzte Zeitung online, 22.09.2009; Weitere Infos zum Hautkrebs-Screening auf www.hautkrebs-screening.de
![]() | Keine Erhöhung des Hautkrebsrisikos durch moderne Sonnenbänke! |
Stuttgart, im Mai 2008. Sonnenbankgegner werden wohl umdenken müssen:
Moderne Sonnenbänke erhöhen nicht das Risiko an einem Melanom zu erkranken. So das Ergebnis der aktuellen Studie „Exposure to sunlamps, tanning beds and melanoma risk“ des renommierten Boston University Medical Centers* vom April 2008. Bei der aktuellen Studie mit über 1.000 Probanden konnte keinerlei Zusammenhang zwischen dem verstärkten Auftreten des Schwarzen
Hautkrebses und der Nutzung von Sonnenbänken festgestellt werden. Die Wissenschaftler verglichen dabei die Wirkungen von UV-Lampen, die in der Regel vor 1980 eingesetzt wurden mit Sonnenbänken modernen Technik-Standards, wie sie nach 1980 bis heute überall – auch in Deutschland – eingesetzt werden.
Damit bestätigt die aktuelle Studie das Ergebnis einer früheren dänischen Studie**, die trotz eines gänzlich anderen Forschungsansatzes, zum gleichen Ergebnis kommt: Sowohl in der Zeit vor und während des Solarien-Booms in Dänemark (1977 – 89) wie auch danach (1990- 2004) entwickelten sich die Kurven der Melanom-Fälle bei Männern und Frauen exakt gleich, obwohl die Frauen das Solarium viermal häufiger nutzten. Selbst bei häufiger Nutzung, so heißt es weiter in der neuen US-Studie, werde das Hautkrebsrisiko nicht gesteigert. Ein Vorurteil, an dem in Boston schon länger
geforscht wird: in einer Langzeitstudie von 1982-2002 wurden die Daten von mehr als 80.000 Frauen zwischen 15 und 30 Jahren von den Forschern des Brigham Women’s Hospitals verglichen. Das Ergebnis auch hier: Ein höherer UV-Index hat keinen Einfluss auf die Zahl der Melanom-Erkrankungen.
Richtig eingesetzt und wohldosiert ist das Sonnenlicht nicht nur gesundheitlich unbedenklich, sondern kann im Gegenteil sogar die Vermehrung von Krebszellen hemmen. Denn die UV-B-Strahlen des Sonnenlichts sind verantwortlich für die Vitamin D-Produktion im Körper und können so
nachweislich das Krebsrisiko senken. Diverse neue Studien belegen die Bedeutung des "Sonnenschein-Vitamins" D3 für die Krebsvorsorge wie beispielsweise eine Untersuchung am Imperial College London. Diese legt den Schluss nahe, dass Vitamin D Brustkrebs bereits im Frühstadium an der Entwicklung hindere. Ebenso lässt eine Vielzahl von Studienergebnissen darauf schließen, dass Vitamin D- respektive Sonnenlicht-Mangel auch das Risiko für Prostata-, Dickdarm- und ymphknotenkrebs erheblich steigen lässt.
Auch die Politik hat inzwischen erkannt, dass wohldosiertes Sonnenlicht gesundheitsfördernd ist. Die Europäische Kommission hat im vergangen Jahr eine neue EU-Richtlinie verabschiedet, die künftig die Bestrahlungsintensität von Solariengeräten auf maximal 0,3 Watt/ qm herabsetzt. Für den Verbraucher bedeutet die Neuregelung ein sattes Gesundheits-Plus, denn sie unterstützt den
wohldosierten und gesundheitsbewussten Umgang mit dem UV- Licht.
Weiterführende Informationen auch zu den genannten Studien sind jederzeit einsehbar unter www.sonnenfit.de, dem neuen Verbraucherportal des Fördervereins Sonnenlicht-Systeme e.V. (FVS).
![]() | Welcome to the future of sunless! |
Die moderne UV-freie Bräunungs-Industrie ist der Höhepunkt von 90 Jahren Entwicklung, welcher mit der Entdeckung von DHA in den frühen 20er Jahren gegann bis hin zu der ersten automatisierten
Bräunungsdusche 1998. Es besteht kein Zweifel dass heute uv-freies Bräunen nicht nur eine Modeerscheinung oder ein kurzer Trend oder ein reiner Zusatz ist. Stattdessen ist es eine Industrie, die das Leben verändert und verbessert.
Aus diesem Grund müssen wir uns als Gründungsmitglied der professionellen uv-freien Bräunungsindustrie auch verändern: MT Industries hat den Anfang gemacht, Sunless, Inc. steht für die Zukunft. MT-Industries wurden in 2009 als kooperativer Zusammenschluss der führenden Anbieter professioneller uv-freie Bräunungsanlagen gebildet, bestehend aus Mystic Tan, dem Pionier des Sprühkabinen und VersaSpa, der Pionierin professioneller Hautpflegesysteme.
Scott Thomason CEO sagt: „Dieses Jointventure hat den Funken für revolutionäre Bräunungssysteme gezündet. Indem wir Mystic Tan und VersaSpa zusammengefasst haben, waren wir in der Lage, die Besten im Markt zu werden. Das Resultat ist ein unaufhaltsamer Prozess weiterer Technologiefortschritte, und das macht uns extrem stolz".
Mit weiteren revolutionären Neuerungen wird Sunless Inc. seinen Status als der Marktführer
im uv-freien Bräunungsmarkt weiter ausbauen. Gem. Scott Thomason: „Unsere folgenden Entwicklungen
im uv-freien Bräunen stellen einen unvergleichlichen Nutzen für die Studios und den Endverbraucher dar.
Seien Sie bereit für die Zukunft des sunless-tanning!
Sunless Inc. wird die Zukunft der Bräune zu Ihnen bringen!
![]() | Zuviel Schutz macht krank – Mangel an „Sonnenschein-Vitamin“ |
In einem Punkt sind manche Dermatologen und Muslime einer Meinung: So wenig Haut wie möglich sollte dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Bei den einen steht dahinter die Warnungen vor den UV-Strahlen, bei den anderen ist es die Moral. Beiden schreibt jetzt das „regierungsoffizielle“ Robert-Koch-Institut ins Stammbuch: Die vollständige Bedeckung der Haut, etwa bei der
Verschleierung der Frau, führt zum Vitamin D-Mangel und damit zu erheblichen Gesundheitsrisiken.
HautNeue Untersuchungen dazu stellte jetzt das Robert-Koch-Instituts (RKI) in einer
Pressekonferenz vor.
"Wer selten ins Freie geht oder seine Haut bedeckt, ist nicht in der Lage, genügend Vitamin D zu produzieren“, so Dr. Christa Scheidt-Nave vom RKI. Besonders betroffen seien daher Frauen,
die sich verschleierten. Der Körper erzeuge zu mehr als 80 Prozent das Vitamin vor allem durchSonnenstrahlen auf der Haut. Schon ein leichter Mangel könne langfristig chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Immunsystems oder Krebserkrankungen zur Folge
haben.
Der Charité-Professor Hanns-Christian Gunga dazu: An bewusstem Sonnenbaden im Sommer führe kein Weg vorbei.
Quelle: Welt Online
![]() | Schützt Hautbräune besser als Sonnencremes? |
Die Bräunung der Haut - nicht aber der Gebrauch von Sonnencremes - schützt die Haut vor den Schäden durch Freie Radikale" bei übermäßigem Aufenthalt an der Sonne. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie über "oxidativen Stress" der Hautzellen durch Sonnenstrahlen.
Braun oder nicht braun? Das ist hier eben nicht die Frage. Gebräunte Haut schützt besser als manche Sonnencreme vor UV-Schäden durch Sonnenstrahlen.
Die Studie räumt mit einigen weit verbreiteten Ansichten auf über den Zusammenhang zwischen UV-Strahlen, Hautbräunung und Schädigung der Zellen durch "Freie Radikale".
Bei den Untersuchungen mit 127 Testpersonen und parallel dazu mit "haarlosen", gering oder stark pigmentierten Mäusen im Labor stellten die Forscher fest, dass nur die Intensität der Sonnenstrahlen, nicht aber die Dauer des Sonnenbads oder die besonnten Hautpartien eine Rolle für das Ausmaß der Schädigung spielten.
Je stärker die Haut pigmentiert (gebräunt) war, desto geringer die Schäden in den Hautzellen. Sonnencremes dagegen verhinderten nicht die Bildung von oxidativem Stress und dessen zerstörerische Wirkung in den Zellen der Haut.
Fazit: Die Hautpigmente, die "Sonnenschirme der Natur", sind die natürliche Reaktion auf die UV-Strahlen der Sonne oder der Sonnenbank und schützen besser als jedes künstliche Sonnenschutzmittel vor der Sonne im Übermaß.
Studie: Masashi Kato et al., Sunlight Exposure-Mediated DNA Damage in Young Adults, Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention. August 2011, 20; 1622
![]() | Zentrale Aspekte der Hautalterung |
Zentrale Aspekte der Hautalterung auf Ebene der Moleküle: Freie Radikale und Kollagenabbau
Die Haut ist wie der gesamte Organismus einem kontinuierlichen Alterungsprozess unterworfen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gibt es zwei verschiedene Arten der Hautalterung. Die eine ist durch die Gene bestimmt und damit weitestgehend vorprogrammiert. Dieser Alterungsprozess wird als intrinsische (innere) Alterung bezeichnet. Der andere Alterungstyp ist als extrinsisches (äußeres) Altern bekannt und wird durch Umweltfaktoren hervorgerufen. Für die Haut sind es bekanntlich die UV-Strahlen der Sonne oder von Solarien, die die Haut vorzeitig altern lassen (Lichtalterung). Schaut man sich die beiden Alterungsprozesse auf der Ebene der Moleküle an, entdeckt man Überraschendes: Trotz ihrer strukturellen und funktionellen Unterschiede, weisen innere und externe Alterung mehrere Ähnlichkeiten im Bereich der molekularen Vorgänge auf. Diese resultieren schließlich in Falten, Runzeln, einem Dünnerwerden der Haut und Hauttrockenheit.
UV-Strahlen verursachen die Bildung aggressiver Sauerstoffradikale und den Abbau des Gewebe stabilisierenden Kollagens. Neben den alles angreifenden freien Radikalen werden vermehrt Enzyme gebildet, die Kollagen in der Haut abbauen. Die Zusammenballung von Bruchstücken zerteilter Kollagenfibrillen verhindert zudem noch die Neubildung von Kollagen. Es kommt zu einem fortschreitenden Abbau der so genannten „extrazellulären Matrix“(EZM) des Hautgewebes. Die EZM umfasst eine Grundsubstanz sowie alle Fasern wie Kollagen und Elastin, die sich im Raum zwischen den Hautzellen befinden. Sie halten das Gewebe zusammen. Werden diese Fasern abgebaut, verliert die Haut an Stabilität, Elastizität und „Spannkraft“. Reaktive Sauerstoffspezies und Enzyme wie die Kollagenase stellen damit zentrale Aspekte der Hautalterung auf Ebene der Moleküle dar.
Quelle:
Redaktion hautstadt; „Skin ageing“, E. Kohl, R.-M. Szeimies et al., Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2011, 25: 873–884. doi: 10.1111/j.1468-3083.2010.03963.x
![]() | UV-Schäden für Teens kaum ein Thema |
Umfrage: Jung, braungebrannt, aber wenig gesundheitsbewusst - UV-Schäden für Teens kaum ein Thema
Schönheit vor Gesundheit. Auf diesen Nenner kann wohl die Einstellung vieler Jugendlichen zum Sonnenbaden gebracht werden. Über mögliche Schäden der Haut durch übermäßigen Sonnengenuss denken viele offensichtlich nicht nach. Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsportals "www.apotheken-umschau.de" jedenfalls ist gebräunte Haut für 70,7 Prozent der 14- bis 19-Jährigen ein Zeichen von Schönheit und Fitness. Mehr als die Hälfte (54,8 Prozent) in dieser Altersgruppe empfindet eine blasse, nicht sonnengebräunte Haut im Sommer sogar als unattraktiv.
Eine gebräunte Haut ist für viele Teenies ein wichtiges Ziel. Mehr als zwei Drittel (68,7 Prozent) von ihnen geben an, unbedingt braun gebrannt aus dem Urlaub kommen zu wollen. Angst vor Hautkrebs und Hautalterung durch UV-Licht scheint dagegen in der Altersgruppe noch wenig verbreitet. Deutlich mehr als die Hälfte (58,4 Prozent) hat sich laut Untersuchung bisher noch keine Gedanken über mögliche Hautschädigungen durch intensive Sonnenstrahlung gemacht. Auch Sonnencreme verwenden 70,6 Prozent der Teenies eigentlich nur am Strand oder im Hochgebirge.
Was die Teens kaum zu beachten scheinen, sind die nachdenklich stimmenden Zahlen zum Thema Hautkrebs. Etwa 15.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu am gefährlichen schwarzen Hautkrebs, um die 200.000 erhalten die Diagnose heller Hautkrebs. Mehr als 3.000 Menschen sterben jährlich daran. Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen steigt Jahr für Jahr. Betroffen sind vor allem Menschen in mittleren Jahren. Fachleute warnen daher: "Braun ist ungesund" und „Sonnenbaden ist gefährlich“: Sie befürchten eine dramatische Zunahme von Hautkrebserkrankungen. Besondere Sorge bereitet den Krebs-Experten, dass Ärzte auch bei Kindern und Jugendlichen mehr und mehr Hauttumore entdecken.
Quelle:
Redaktion hautstadt; "www.apotheken-umschau.de", „Mehr als 3000 Menschen sterben jährlich an Hautkrebs“, Ärzte Zeitung, 29.06.2011
![]() | Sonne bringt die Hormone auf Trab |
Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Geschlechtshormone werden von dem Sonnenschein-Vitamin D beeinflusst und gesteuert. Zugespitzt formuliert: Sonne und das „Sonnen-Hormon“ machen Männer männlicher und schützen Frauen vor Brustkrebs.
In zwei aktuellen Studien wird dieser Zusammenhang einmal mehr belegt:
Österreichische und deutsche Forscher untersuchten die Wirkung von Vitamin D Gaben auf die Testosteron „Produktion“ von 167 gesunden Testpersonen.
Die Hälfte der Teilnehmer nahmen 3.300 IE (Internationale Einheiten) täglich über ein Jahr als Vitamin D-Pillen ein. Die andere Hälfte bekam ein Placebo (Pillen ohne Wirkstoff). Gleichzeitig mit der deutlichen Verbesserung des Vitamin D-Spiegels stieg der Testosteron-Spiegel der Teilnehmer in der Vitamin D-Gruppe um 20 bis 25 Prozent an, blieb in der Placebo-Gruppe dagegen erwartungsgemäß unverändert.
Mehr Vitamin –D im Blut sorgte also für erhöhte Testosteron-Werte.Umgekehrt die Wirkung bei Frauen. Eine Zunahme des Vitamin D-Spiegels durch vierwöchige Einnahme von Vitamin D-Pillen führte zu einer Verminderung verschiedener Östrogene, den weiblichen Geschlechtshormonen.
Die kanadischen Wissenschaftler, die diesen Zusammenhang untersuchten, gehen davon aus, dass dieser Effekt die schützende Wirkung des „Sonnenschein-Vitamins“ vor Brustkrebs erklärt, die in den
vergangenen Jahren in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde.
Studien:
S. Pilz et al., Effect of Vitamin D Supplementation on Testosterone Levels in Men, Horm Metab Res., 43(3):223-5. J.A. Knight et al., Vitamin D association with estradiol and progesterone in young women, Cancer Causes Control. 21(3):479-83.
![]() | Sonnenschutz bei Deutschen angesagt |
Endlich - Urlaub, Sommer, Sonne. Doch was das Sonnenbaden angeht, scheinen die Zeiten des Teutonengrills vorbei: Laut einer repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" will nur mehr jeder dritte Bundesbürger (34,7 Prozent) unbedingt braun gebrannt sein, wenn er aus dem Urlaub nach Hause zurückkehrt. Die Präventions-Botschaft hat die Menschen offenbar erreicht und ist für viele zur Überzeugung geworden. Die repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.002 Personen ab 14 Jahren jedenfalls, bescheinigt den Deutschen ein hohes Maß an Vorsorgebewusstsein in Bezug auf UV-Strahlung.
Hautkrebs und frühzeitige Hautalterung wollen die Meisten heutzutage nicht mehr leichtfertig riskieren: Noch nicht ganz zwei Drittel (62,7 Prozent) der Befragten gibt an, sich nach Möglichkeit nicht mehr unmittelbar der Sonne auszusetzen und sich beispielsweise mit einer Kopfbedeckung oder einem T-Shirt zu schützen. Vielen ist ein wirksamer UV-Schutz wichtig. 71,1 Prozent der Deutschen schützen sich laut Studie grundsätzlich mit Sonnenschutzmitteln, wenn sie sich in die Sonne legen. Etwa jeder zweite Befragte (51,7 Prozent) verwendet beim Sonnenbaden einen Sonnenschutz mit deutlich höherem Lichtschutzfaktor als früher. Deutlich mehr als die Hälfte (57,1 Prozent) benutzt Präparate mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) zwischen zwölf und 30.
Wenig beliebt ist spezielle UV-Kleidung. Nur 8,8 Prozent tragen laut Studie "auch schon mal spezielle Kleidung mit UV-Schutz". Dabei verbessert nur sie wirklich wirksam den Schutz der Haut. Wie die "Apotheken Umschau" berichtet, dringen durch ein "normales", helles T-Shirt aus Baumwolle bis zu 20 Prozent der Strahlen. Ist das Shirt nass, können es sogar 50 Prozent sein.
Quelle:
Redaktion hautstadt, ots, "Apotheken Umschau"
![]() | Tägliche Sonnencreme reduziert Melanom-Risiko |
20.10.2011
Tägliche Sonnencreme reduziert Melanom-Risiko - Australische Langzeitstudie
Tägliches Eincremen mit Sonnenschutz beugt Hautkrebs vor. Das gilt für hellen Hautkrebs und einer neuen, australischen Studie zufolge auch für den gefährlichen schwarzen Hautkrebs, das Melanom. Die schützende Wirkung bezüglich Plattenepithelkarzinomen, einer Form von hellem Hautkrebs, war der Wissenschaft bereits bekannt, die in Bezug auf Melanome bislang umstritten. Die Langzeitstudie des Queensland Instituts für Medizinforschung am Royal Brisbane Hospital (Australien) hat nun Klarheit geschaffen.
Die Forscher teilten im Jahr 1992 insgesamt 1.621 zufällig ausgewählte Einwohner von Nambour, einer Gemeinde in Queensland, Australien, in zwei Gruppen ein. Die Teilnehmer waren zwischen 25 und 75 Jahre alt. Gruppe eins sollte sich vier Jahre lang bis 1996 täglich Kopf, also Gesicht und Nacken, sowie Arme und Hände mit Sonnenschutzfaktor 16 eincremen. Gruppe zwei wurde die Sonnencremeanwendung freigestellt. Daten bezüglich des Auftretens primärer Melanome wurden bis 2006 mittels Fragebögen, histologischen Gewebeuntersuchungen und Daten aus dem Krebsregister erhoben. Zehn Jahre nach Studienende (2006) hatten sich in der Gruppe mit täglichem UV-Schutz 11 neue Melanome entwickelt, in der „freien“ Gruppe dagegen doppelt so viele, also 22. Besonders eindrucksvoll war die Reduktion der gefährlichen invasiven Melanome durch die Sonnencremeanwendung: 3 gegenüber 11 in der Kontrollgruppe.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Reduced Melanoma After Regular Sunscreen Use: Randomized Trial Follow-Up”, A.C. Green et al., J Clin Oncol 2011, 29: 257-263
![]() | Solarium und Höhensonne: Risiko für Melanome |
17.10.2011
Solarium und Höhensonne: Risiko für Melanome - Po besonders gefährdet
Gefährlicher als man denkt oder zu glauben geneigt ist, sind offensichtlich Solarien und Höhensonnen. Die Nutzung solcher Geräte erhöht das Risiko für Melanome (schwarzer Hautkrebs) um 19 Prozent. Das gilt für Vielnutzer die 10 und mehr Sitzungen absolvieren, bei typischen 5-Min-Sitzungen, doch es gilt nicht nur für diese. Auch sporadische Nutzer von Solarien und Höhensonnen (1-9 Sitzungen) steigern ihr Risiko für schwarzen Hautkrebs bereits um 3 Prozent. Das hat eine Studie ergeben, die in Zusammenarbeit verschiedener medizinischer und wissenschaftlicher Einrichtungen der USA durchgeführt wurde: Darunter das National Cancer Institute in Bethesda (Maryland), das Melanom-Programm der Sutter Pacific Medical Foundation in San Franzisco, das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York sowie die Universitäten von Pennsylvania und Kalifornien.
Die Forscher griffen dabei auf Daten zurück, die im Rahmen einer großen Fall-Kontroll-Studie in den Jahren 1991-1992 bei 718 Melanompatienten und 945 Kontrollpersonen erhoben worden waren. Dabei fanden sie u.a. heraus, dass bei Vielnutzern von Solarien und Höhensonnen primäre Melanome gerade an denjenigen Körperstellen bevorzugt auftraten, die im Alltag meist nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt sind wie etwa dem Po. Unter denen, die UV-Geräte nutzten oder schon mal genutzt hatten, waren die Frauen gegenüber den Männern in der Mehrzahl. Die Zahl der Nutzerinnen stieg in jüngeren Altersgruppen an: Je jünger, desto mehr besuchten das Solarium. Auch die Wahrnehmung, dass das Bräunen dort gut anschlägt, erhöhte die Bereitschaft zur Nutzung. Der typische Sonnenstudiobesucher war weiblich, jung, dunkler Typ, der schnell und stark bräunt, und viel im Freien unterwegs. Frauen mit heller oder empfindlicher Haut blieben den künstlichen UV-Quellen eher fern.
Quelle:
Redaktion hautstadt, “Sunbeds and sunlamps: who used them and their risk for melanoma”, T.R. Fears et al., Pigment Cell Melanoma Res. 2011, 24: 574-581
![]() | Umfrage: Solariennutzung als Familientradition |
31.10.2011
„Wie die Mutter, so die Tochter“!? - Umfrage: Solariennutzung als Familientradition
Manchmal tun Kinder gut daran, dem Vorbild ihrer Eltern nicht zu folgen. Heranwachsende und junge Erwachsene haben meist ein starkes Bedürfnis sich von Mutter und Vater abzugrenzen. Trotzdem spielt das, was Eltern vorleben, für das Verhalten der Kinder auch in dieser Altersstufe eine sehr große Rolle. Zwar warnen Dermatologen aus guten Gründen vor der Nutzung von Solarien. Dennoch folgt einer Umfrage der American Academy of Dermatology (AAD) zufolge ein großer Prozentsatz der Teen-Mädchen und jungen Frauen in Sachen Solariennutzung dem Vorbild ihrer Mutter.
Mädchen und junge Frauen, die Solarien nutzten, berichteten viermal so häufig (42 Prozent) wie Nichtnutzerinnen (10 Prozent), dass ihre Mütter ebenfalls Solariennutzerinnen seien. Wurde die Frage auf den unmittelbaren und weiteren Familienkreis ausgeweitet, gaben mehr als doppelt so viele junge Solariennutzerinnen (65 Prozent) an Familienmitglieder zu haben, die in Solarien gingen, als bei den Nichtnutzerinnen (28 Prozent). Besonders Mütter, aber auch andere Verwandte, scheinen hier also eine zweifelhafte Vorbildfunktion innezuhaben. Und noch auf einer weiteren Ebene empfinden Mädchen und junge Frauen offensichtlich sozialen Druck. Nicht wenige der jungen Nutzerinnen fühlten sich von ihren Altersgenossen unter Druck gesetzt, sich im Solarium zu bräunen. Von ihnen berichteten doppelt so viele (49 Prozent) einen Druck Gleichaltriger zur Solariennutzung zu verspüren als von den Nichtnutzerinnen (28 Prozent). Die große Mehrheit der Solariennutzerinnen berichtete, Freunde zu haben, die sich ebenfalls im Solarium oder in der Sonne bräunten.
Studien zeigten, so die AAD, Solarien erhöhen das Risiko an einem Melanom zu erkranken um 75 Prozent. Das Melanom ist die tödlichste Form von Hautkrebs. Und seine Häufigkeit steigt bei Frauen zwischen 15 und 29 Jahren schneller als bei gleichaltrigen Männern. „Sich zu Bräunen ist ein gefährliches, ungesundes Verhalten“, sagt Prof. Dr. Ellen S. Marmur, Dermatologin am Mount Sinai Medical Center in New York. Ähnlich ernst zu nehmen wie Rauchen oder Alkoholtrinken, bei denen Jugendliche auch häufig dem sozialen Druck Gleichaltriger nachgeben. Eltern sollten auf die Gefahren der UV-Exposition aufmerksam machen und den Zugang erschweren oder verbieten, rät Marmur.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “2011 Indoor Tanning: Teen and Young Adult Women” Survey, American Academy of Dermatology (AAD)
![]() | Tattoo-Tinten können toxische Substanzen enthalten |
In Deutschland sind laut Statistik 10 Prozent der Bevölkerung tätowiert. In der Gruppe der 16 bis 29-Jährigen sind es 23 Prozent. Schätzungen zufolge sind ungefähr 20 Prozent der Tätowierten minderjährig. Spätestens seit den neunziger Jahren sind Tattoos zu einem echten Massenphänomen, allerdings mit wechselnden Moden geworden. Doch was da so sorglos in die Haut eingebracht wird, ist alles andere als unbedenklich. In den Farben kann jede Menge Chemie enthalten sein, in Form von organischen Pigmenten, aromatischen Aminen, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen oder Schwermetallen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind darunter auch krebserregende Stoffe. Insbesondere schwarze Tattoo-Tinten sind eine Quelle problematischer Substanzen und können Hautprobleme verursachen. Doch was genau Allergien o.ä. verursacht, bleibt oft unbekannt. Forscher der Universität Regensburg haben schwarze Tattoo-Tinten im Labor auf ihre Inhaltsstoffe hin analysiert.
Die meisten Tätowierungen bestehen aus schwarzen Tinten, die überwiegend aus Ruß-Produkten (Ruß mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) zusammengesetzt sind. Proben von 14 im Handel erhältlichen schwarzen Tattoofarben wurden mit dem Gaschromatographen untersucht. Alle Farben enthielten den Weichmacher Dibutylphthalat, der Allergien auslösen kann. Darüber hinaus fanden die Regensburger Forscher genotoxische und zelltoxische Substanzen (Hexachloro-1,3-butadiene; 9-Fluorenon), die Zellen oder Erbgut schädigen können. Außerdem waren Stoffe wie Metheneamine, Dibenzofurane und Benzophenone enthalten. Nach Ansicht der Forscher können die in den Farben gefundenen Stoffe für unerwünschte Hautreaktionen auf Tattoos wie Allergien oder Hautreizungen mitverantwortlich sein. Es sind sogar genotoxische und krebsauslösende Substanzen dabei.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Black tattoo inks are a source of problematic substances such as dibutyl phthalate”, Karin Lehner, Wolfgang Bäumler et al., Contact Dermatitis 2011, 65: 231–238, doi: 10.1111/j.1600-0536.2011.01947.x; „1. Sitzung des adhoc Ausschusses „Tätowiermittel“ der BfR-Kommission für Kosmetische Mittel“, Protokoll 04.11.2009; „Neue Ursache für die Schädlichkeit von Umweltgiften entdeckt“, Katalyse – Institut für angewandte Umweltforschung, Katalyse-Journal 04.12.2005
![]() | Mangel an Sonnenschein-Vitamin führt zu Psychosen bei psychisch labilen Jugendlichen |
Paranoia, Halluzinationen und psychotische Schübe kommen bei Jugendlichen mit einem Vitamin D-Mangel vier Mal häufiger vor als bei Jugendlichen mit einem normalen Vitamin D-Spiegel im Blut. So das Ergebnis einer Studie mit jugendlichen Patienten, die im Nationwide Children’s Hospital in Columbus, Ohio, USA, wegen psychischer Störungen behandelt wurden.
Diese Ergebnisse wurden jetzt bei der Jahrestagung der American Academy of Child and Adolescent Psychiatry vorgestellt.
Dass Vitamin D Gehirnfunktionen und Psyche beeinflusst, ist seit langem bekannt. Vitamin D aktiviert Rezeptoren an Hirnzellen in Bereichen, die für die Verhaltenssteuerung verantwortlich sind, stärkt die körpereigenen Signalstoffe (Neurotrophine), die die Verbindung zwischen den einzelnen Nervenzellen des Gehirns herstellen und schützen die Blutgefäße des Gehirns vor überschiessenden Immunreaktionen.
![]() | Sonniges Altern – Fit mit dem Sonnenschein-Vitamin |
Mehr Kraft mit der Sonne im Alter
Senioren mit Vitamin D-Defiziten sind weniger beweglich, haben eine deutlich geringere körperliche Leistungsfähigkeit, geringere Muskelkraft und kommen mit den anforderungen des täglichen Lebens weniger gut zurecht als optimal Vitamin D-versorgte Ältere.
Einmal mehr kommt ein große nationale US-Studie, die Cardiovascular Health Study All Stars, zu diesem Ergebnis.
Im Blickpunkt diese Mal die wirklich Alten zwischen dem 77. und 100. Jahr. Die Vitamin D-Werte wurden gemessen, eine ausreichende Versorgung wurde ab 20 ng/ml (50 nmol/L) definiert. Eingesetzt wurden Standard-Tests für die körperliche Leistungsfähigkeit bei kurzen Anstrengungen, für die Belastbarkeit von Knien und Händen, die Fähigkeit, kurze Strecken zu gehen und 10 Stufen zu steigen. Die Geschicklichkeit und die Anstregung bei alltäglichen Verrichtungen wurden ebenfalls getestet. In wiederholten Tests nach drei Jahren, wurde der Leistungsabbau über die Zeit gemessen.
Bei diesen Tests lagen die Leistungswerte der Teilnehmer mit normalen oder optimalen Vitamin D-Werten zwischen 10 und 50 Prozent höher als bei den Probanden mit einem Vitamin D-Mangel.
Ausserdem verschlechterten sich die Leistungen über die folgenden drei Jahre um 50 Prozent rascher bei den Alten mit mangelhafter Versorgung.
Zum Thema Sonne, Vitamin D und Fitness im Alter haben wir in der Vergangenheit häufiger berichtet: hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier
Quelle: PubMed
Studie: D.K. Houston et al., Serum 25-hydroxyvitamin d and physical function in older adults: the cardiovascular health study all stars, Journal of the American Geriatric Society, 59(10):1793-801
![]() | Sonne braucht das Herz |
Der Kongress der American Heart Association lieferte Neuigkeiten zur Herzgesundheit und zum Sonnenschein-Vitamin Sonne braucht das Herz 20.11.2011
Dass das Sonnenschein Vitamin, hier zu Lande bekannt als Vitamin D, vielen Krankheiten vorbeugen kann und sogar heilende Wirkung hat, dürfte Vielen bekannt sein.
Neue Forschungen zeigten jetzt sogar, dass Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Genesung von Patienten nach einem Herzanfall haben kann. Bei guter Vitamin D-Versorgung konnte eine deutlich längere Lebenszeit nach einem schweren Herzanfall nachgewiesen werden, als bei einer Unterversorgung mit Vitamin D.
Somit ist auch das lebensnotwendigste Organ des menschlichen Körpers auf eine gute Vitamin D Versorgung angewiesen.
Frauen erleiden doppelt so häufig wie Männer Herzinfarkte und andere Herzkrankheiten. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Vitamin D-Werte zu niedrig sind.
Dennoch sind Vitamin D-Präparate bei einem Vitamin D-Defizit nicht die beste Lösung. Durch die Einnahme dieser Präparate kann es zu einer Überdosierung im Blut kommen, welche letztendlich zu Herzflimmern führen kann. Bei der Bildung von Vitamin D über die Haut, wie dies durch Sonne oder Solarium geschieht, kann keine Überdosierung erfolgen.
Zu diesen Ergebnissen kamen drei Studien, welche beim Jahreskongress der American Heart Association in Orlando, Florida, vorgetragen wurden.
Das ´´Sonnenschein-Vitamin´´ könnte Leben retten
Wissenschaftler des Meir Medical Center in Kfar Saba, Israel führten mit 50 Patienten, welche mit lebensbedrohlichen Herzanfällen in die Klinik eingeliefert wurden, eine Studie durch. Alle Patienten wurden mit den üblichen Therapien behandelt. 25 der 50 Patienten führte man täglich 4.000 IE Vitamin D täglich zu.
Bereits zwei Wochen später zeigte sich bei der Patientengruppe mit der täglichen Dosis an Vitamin D ein deutlicher Rückgang der entzündungsbildenden Substanzen im Blut (z.B. Interleukin-6 und VCAM-1).
Die Patienten ohne zusätzliche Vitamin D-Gaben hingegen, zeigten eine deutliche Zunahmen genau dieser entzündungsbildenden Substanzen im Blut.
Besonders bei Frauen erhöht ein Vitamin D-Defizit das Risiko auf Herzkrankheiten
Die Hividovre Klinik in Dänemark konnte in einer Langzeitstudie, über 16 Jahre, deutliche Ergebnisse über die Folgen eines Vitamin D-Mangels vorlegen. Getestet wurden mehr als 2.000 gesunde Frauen im Alter zwischen 45 und 58 Jahren.
Das Ergebnis der Studie brachte die Erkenntnis, dass 15 Prozent der Frauen mit einem Vitamin D-Spiegel unter 20 ng/ml (50 nmol/L) im Beobachtungszeitraum einen Herzanfall, Herzversagen, Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten, an dessen Folgen die Patientinnen starben. Bei den Frauen, allerdings, welche täglich mit ausreichend Vitamin D versorgt wurden, lag der Anteil von erkrankten Frauen nur bei knapp 10 Prozent.
Die Ergebnisse der Forschungsgruppe fasste die Leiterin Prof. Louise Schierbeck damit zusammen, dass “gesunde Frauen mit einem Vitamin D-Mangel ein deutlich höheres Risiko tragen, an Herzproblemen zu erkranken”.
Desweiteren wurden bei dem diesjährigen internationalen American Heart Association Kongress vier weitere Studien im Zusammenhang von Vitamin D und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgestellt. In diesen Studien konnte eindrucksvoll belegt werden, dass Herzpatienten mit einem Mangel an ´´Sonnenschein-Vitamin´´ ein höheres Sterbe-Risiko haben.
Eine Vitamin D-Überdosis kann zu Herzflimmern führen
Schon lange wurde vermutet, dass sich eine Vitamin D-Überdosis eventuell negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Dies konnten nun Forscher des Intermountain Medical Center Heart Insitute in Utah, USA, belegen. Sie untersuchten bei mehr als 132.000 Patienten die Wirkung von überdosierten Vitamin D-Supplementen. Hierbei konnte ein deutlicher Zusammenhang zwischen einem erhöhten Vitamin D-Spiegel und arteriellem Herzflimmern festgestellt werden.
Deshalb sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Einnahme von Vitamin D-Präparaten nur in Absprache mit einem Arzt und unter strenger Kontrolle des Serums im Blut, stattfinden sollte.
Überschüssiges Vitamin D, wie es sich durch Vitamin D-Präparate im Blut ansammeln kann, hat bei der Bildung des ´´Sonnenschein-Vitamins´´ durch die Sonne oder die Sonnenbank allerdings keine Chance. ´´Überschüssiges´´ Vitamin D kann im ´´Rohzustand´´, man bezeichnet es dann auch als Prävitamin D, auf natürlichem Weg im Körper ´´entsorgt´´ werden.
Quellen: Science News und Healthy Day
Janine Jung
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Diese Pressemitteilung wurde vom Verfasser in eigener Verantwortung fuer den Inhalt aktuell eingereicht bei PR-Gateway am: November 21, 2011
![]() | Bei einem Viertel der Deutschen ist Hauttherapie nötig |
Wie ist es eigentlich um die Hautgesundheit der Deutschen bestellt? Das fragten sich Dermatologen des Deutschen Zentrums für Versorgungsforschung in der Dermatologie am Universitätsklinikum Hamburg. Im Rahmen einer Querschnittsstudie untersuchten die Forscher, wie häufig Hauterkrankungen bei Berufstätigen in Deutschland sind und wie viele einer Behandlung bedürfen.
Die Wissenschaftler konnten dazu auf Daten aus dermatologischen Ganzkörper-Untersuchungen anlässlich des Unternehmens-Screening auf Hautkrebs der Jahre 2004 bis 2009 bei 90.880 Personen aus insgesamt 312 Unternehmen zurückgreifen. Die Beschäftigten waren zwischen 16 und 70 Jahren alt und kamen aus verschiedenen Branchen in ganz Deutschland. Auch Daten über frühere Hautkrankheiten wurden dokumentiert.
Ergebnisse: Pigmentflecken aus so genannten Nävizellen, landläufig Muttermale oder Leberflecken genannt, fanden die Dermatologen bei 25 Prozent der Untersuchten. Und 16,7 Prozent der Untersuchten hatten mehr als 40 davon. Das war insbesondere bei den Teilnehmern zwischen 30 und 40 Jahren der Fall. Bei den Beschäftigten zwischen 60 und 70 Jahren entdeckten die Ärzte dagegen die meisten Altersflecken. Allergische Sensibilisierungen fanden die Wissenschaftler bei 41,1 Prozent der Untersuchten. Die größte Allergikergruppe bilden die Pollenallergiker mit 21,4 Prozent gefolgt von den Betroffenen mit Kontaktallergie mit 8,0 Prozent. Auch Pilzinfektionen wurden häufig gefunden: bei 11,2 Prozent der Teilnehmer. Davon litten 6,6 Prozent unter Nagel- und 5,1 Prozent unter Fußpilz. Hautpilze fanden die Forscher viel häufiger bei Männern als bei Frauen (15,4 bzw. 6,5 Prozent). Die häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen waren Akne vulgaris mit 3,9 Prozent, Schuppenflechte (Psoriasis) mit 2,0 Prozent, Rosacea mit 2,3 Prozent und das atopische Ekzem mit 1,3 Prozent.
Mehr als ein Viertel der Hautbefunde (26,8 Prozent) von insgesamt über 11.200 Teilnehmern mit Befund waren behandlungsbedürftig oder es war eine weitere Abklärung erforderlich. In Punkto Hautgesundheit schnitten die Männer, insbesondere die über 60-Jährigen, überdurchschnittlich schlecht ab. Fast die Hälfte aus dieser Altersgruppe (44,8 Prozent) bedarf einer Therapie.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Prevalence of skin lesions and need for treatment in a cohort of 90 880 workers”, M. Augustin, I. Schäfer et al., British Journal of Dermatology 2011, 165: 865–873, doi: 10.1111/j.1365-2133.2011.10436.x; Ärzte Zeitung, 20.10.2011











